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Sonntag, Juni 11, 2006

Day 484-510 Cusco, The Sacred Valley, Machu Picchu, Puno, The Lake Titicaca, Copacabana and La Paz

Kathleen hat sich nach 2 Tagen wieder erholt und wir konnten mit den Sehens- wuerdigkeiten rund um Cusco beginnen. Als erstes stand eine Besichtigung der Kathedrale von 1560 auf dem Program. La Compañía de Jesús, die Kirche der Jesuiten, steht auch am Plaza de Armas in Cusco und sie uebertrifft die Kathedrale in ihrer Schoenheit. Dies fuehrte zur damaligen Zeit zu einem schlimmen Streit. Die Innenstadt Cuscos hat unzaehlige Kloster und Kirchen zu bieten. Wir schauten uns in der knappen Woche fast alles an.

Es gab noch mehr zu sehen. Die Sacsayhuaman Inkaruinen, eine grosse Festung, die nur einige Kilometer auf einem Berg in Cusco liegen. Tambo Machay, nennt sich auch das Bad der Inkas, ist ein Wasserheiligtum in dem sich das Wasser ueber mehrere Ebenen ergiesst. Es fliesst seit hunderten von Jahren. Wir sahen die Bergfestung Puca-Pucará und die Cristo Blanco, eine weisse Statue ueber der Stadt.

An einem Tag fuhren wir in die alte Inkastadt Pisac und bummelten ueber den Markt. Die riesige Inkafestung Ollantaytambo mit ihren Monolithen die bis zu 50 Tonnen wiegen, waren sicherlich ein Highlight des Sacred Valleys. Doch das war alles nicht genug Kultur fuer uns. Wir gingen auf den Machu Picchu rauf.

Wir fuhren mit der Bahn durch das Urubambatal nach Aguas Caliente. Das ist ein kleines Dorf am Fusse des Berges von Machu Picchu. Frueh morgens fuhren wir ueber die Serpentinenstrecke zur beruehmtesten Inkaruine der Welt. Machu Picchu ist eine gut erhaltene Ruinenstadt, die auf einer Bergspitze der Anden liegt. Angeblich ist die Stadt um 1450 erbaut worden. Wir liefen einen ganzen Tag herum und waren sehr beeindruckt. Machu Picchu ist eines der Top Ziele in South America und es steht in der Unesco Kulturerbenliste.

Danach ging es weiter nach Puno am Titicaca-See. Die Stadt liegt auf beachtlichen 3800 Metern Hoehe. In Puno selbst gab es nichts zu sehen. Aus dem Grund entschieden wir uns fuer ein Insel-Hopping auf dem Titicacasee. Der hoechste See der Welt ist fast 13 mal so gross wie der Bodensee. Er befindet sich auf dem Altiplano und ein Teil gehoert zu Peru, der andere zu Bolivien. Auf 3810 Metern ueber dem Meerespiegel setzten wir uns in ein Boot und fuhren zu den "Schwimmenden Inseln der Uros". Oben ist Aguas Caliente in den Bergewelten der Anden zu sehen.





Guido bei einer Besteigung eines Berges gegenueber des Machu Picchu. Die Leitern sind teilweise 30 Meter lang und es ging mehrere hunderte Meter bergab.

Kathleen auf einer alten Inkatreppe. Unter ihr der ueber 400 Meter tiefe Abgrund.

Urspruenglich bauten die Menschen die schwimmenden Inseln aus Totora-Schilf, um sich von den kriegerischen Inkas zu schuetzen. Bei einem Angriff loesten sie die Verankerungen und schwammen davon. Totora-Schilf ist eine Lebensgrundlage fuer die Menschen auf den Inseln. Sie bauen ihre Boote, Inseln und Haeuser damit. Als Hauptnahrungsmittel verwenden sie das Schilf auch. Wir haben es auch gegessen. Schmeckt sehr suess und lecker. Die Menschen koennen nicht vom Tourismus alleine leben. Sie leben vom Fischfang und jagen Voegel. Die Uros sind stolze Peruaner und lehnen es ab, auf das Festland überzusiedeln. Sie lieben ihre Traditionen.

Unsere Bootsfrau auf dem Titicacasee in einem Boot aus Totora-Schilf.



Nach einem kurzen Besuch fuhren wir weiter auf die Insel Amantani. Hier wurden wir herzlich von einer Indianerin namens Flora empfangen. Wir durften in ihrem aus Adobe (Adobe ist ein luftgetrockneter Ziegel aus Lehm und Stroh) gebauten Haus schlafen und sie bekochte uns mit den Leckereien der Insel. Guido musste leider ablehnen, denn auch er hatte sich mittlerweile die Bakterieninfektion zugezogen. Kathleen versuchte trotzdem ihr Glueck mit dem indianischen Essen und fand eine tote Fliege auf dem Boden des Suppentellers. Zu spaet, die Suppe war schon im Magen und es sollte diesmal gut gehen. Die Hauptspeise bestand dann aus einigen Wurzeln und kartoffelaehnlichen Gemuese. Alles ziemlich dreckig und Haare und Fliegen waren auch hier zu finden. Wir lehnten zum Schluss beide hoeflich ab, obwohl es uns sehr peinlich war. Die Nachspeise, Coca Tee, genossen wir dann aber doch.

Mit Liebe gekocht. Leider nicht fuer den empfindlichen europaeischen Magen bestimmt.

Guido auf dem Balkon des Hauses auf der Insel Amantani - Titicaca Lake Bolivia.

Der mit viel Liebe gebaute Aufstieg zu unserem Zimmer und der nette Innenhof des Hauses.

Unser Klo. Der Eingang war so eng, Guido passte nicht durch. Im Stehen pinkeln war auch nicht moeglich, da das Dach viel zu niedrig war.

Hier seht ihr, wie klein die Tueren des Hauses sind. Die Peruaner des Andenhochlandes sind sehr klein. In dem Outfit musste Guido bei der Tanzparty erscheinen.

Kathy und die peruanischen Hausfrauen beim Tanz im Festsaal des Dorfes.

Den Sonnenuntergang schauten wir uns von einer alten Inkaruine an. Die Sonne fiel vor uns in den Titicacasee und Kathleen und Guido waren dabei. Adventure Pur! So soll es sein. Spaet abends kam Flora noch in unser Zimmer und legte uns einen Poncho und ein Kleid auf das Bett. Wir sollten auf eine peruanische Tanz-Party gehen und deshalb mussten wir wie echte Peruaner aussehen. Eine Trash-Veranstaltung im Festsaal der Insel wartete auf uns. Eine peruanische Band rockte was das Zeug haelt und Kathleen tanzte sich durch die ganze Inselgemeinschaft durch. Nach einem gelungenen Abend gingen wir bei Vollmond zurueck zu unserem Haus. Flora wollte uns zwar begleiten, doch wir liessen ihr die Freude sich mit ihren Bekannten zu unterhalten und machten uns selbst auf den Weg. Strom gab es ja nicht und die Hunde heulten laut. Uns war sehr unheimlich zumute. Erschoepft kamen wir am Haus an und schliefen sofort ein. Hoch oben auf einer einsamen peruanischen Insel auf knapp 4000 Metern Hoehe in einem indianischen Lehmhaus, ging einer unserer schoensten Tage in unserem Leben zu Ende.

Am naechsten Tag wurde die Isla Taquila besichtigt. Auch hier gab es Relikte der Inka-Kultur und die nettesten Peruaner ueberhaupt. Die Menschen auf den Inseln sind viel netter und nicht so touristenverseucht wie die auf dem Festland. Kein Amigo-Money-Gebruell fuer zwei Tage mehr!



Von Puno aus fuhren wir am Titicacasee entlang nach Bolivien. Copacabana ist der bedeutendste Wallfahrtsort Boliviens und wohl auch der gefaehrlichste. Eigentlich ist es nur ein kleiner schoener Ort am Ufer des Titicacasees, doch hier wurden die beiden Oesterreicher entfuert und spaeter in La Paz ermordert. Hunderte von Backpackern leben hier. Einige schon seit Jahren. Wir fanden den Ort nicht besonders ansprechend, evtl. auch, weil wir die Geschichte der beiden Weggefaehrten so eng mitverfolgt haben. Wir fuhren sofort auf die Isla del Sol. Die Geburtsstaedte der Inkas wartete auf uns. Oben seht ihr, Kathleen und die peruanische Indianerin Flora auf dem Dorfplatz der Insel Amantani.



Hier erlebten wir erneut einen tollen Sonnenuntergang und schliefen in einem Hostel. Eher enttaeuscht von den gierigen und unfreundlichen Menschen auf der Insel fuhren wir am naechsten Tag zurueck nach Copacanana, um uns das Deutschland Spiel anzuschauen. Sagt mal, was fuer eine Flasche haben wir denn da im Tor stehen? Unglaublich!



In Copacabana blieben wir eine Nacht, doch immer mussten wir an das Paerchen denken. Wir waren froh, als wir in den Bus nach La Paz einsteigen durften. Die Busfahrt war typisch Bolivia. Vollgepisste Sitze, der uebelste Gestank und besoffene Menschen aus El Alto, dem Armenviertel von La Paz. El Alto ist die am schnellsten wachsende Stadt Suedamerikas. In La Paz angekommen, wurden wir am Stadtrand aus dem Bus geworfen. Alle Strassen in der Innenstadt waren gesperrt. Eine karnevalsaehnliche Veranstaltung sollte uns noch bis spaet in die Nacht verfolgen. Wir auch immer, wir fanden ein Hostel und es ist auch sicher. Oben seht ihr den Sonnenaufgang auf der Isla del Sol.

Die Kirche von Copacabana am Titicaca Lake Bolivia!

La Paz ist die schrecklichste Stadt, in der wir je waren. Ueberall riecht es nach Urin und der Dreck...! Unbeschreiblich. Wenn ihr mal sehen wollt, wie schlimm Menschen im Dreck leben oder wie unsozial sie miteinander umgehen koennen, dann muesst ihr nach La Paz fliegen. Wir waren im Sueden von Bolivien und dort zeigt sich ein ganz anderes Bild. Wir hatten taeglich mit netten Bolivianos zu tun.

Wir wollten nur eine Tour in den Dschungel buchen, doch die Reisebueros haben wegen der Feier seit zwei Tagen zu. Uns reicht es leider mit La Paz und auch mit Bolivia. Wir machen uns wieder auf nach Peru und diesmal ist der Colca Canyon dran. Den wollten wir uns schon auf dem Weg nach Cusco anschauen. Nicht, dass wir einen falschen Eindruck erwecken. Bolivien und Peru sind die schoensten Laender, die wir in Suedmaerika gesehen haben. Wir koennen jedem empfehlen sich Land und Leute anzuschauen. Wir sind jedoch etwas muede geworden. Uns macht die Hoehe immer noch zu schaffen und wir muessen aus dem Gestank raus. Etwas ordentliches fuer die Kiemen waere auch prima. Aus dem Grund verlassen wir South America etwas frueher als geplant und schmeissen uns in das naechste Abenteuer:

Mexico - dort wo der Schnaps und die Weiber billig sind. ;-)

Oh, wie wir uns auf Mexico freuen. Neue Kulturen, neue Menschen und neue Gegebenheiten. Ein grosses Ettappenziel auf unserer Reise um die Welt.

Mexico wir kommen!

PS: Das Foto der Anaconda und des Jaguars liefern wir wohl erst in einigen Jahren nach, wenn wir unsere Amazonas-Tour verwirklichen. :-)

PSS: Die Fotos der Peru und Bolivia Reise gibt es wie versprochen in einigen Tagen.

2 Comments:

  • Hallo ihr Reiseleute,

    ich verliere langsam die Orientierung. Ihr wandelt ja über die Grenzen hinweg. Kaum zu glauben, was ihr alles macht und wen ihr alles trifft.
    Hier in Köln ist auch schon die "Welt" eingetroffen. Gestern war hier das erste Spiel: Angola/Portugal. Die Satdt lebt vor Freude. Es ist wirklich gute Stimmung hier. Die Geschäfte haben alle bis 22.oo Uhr geöffnet und auch am So könnt ihr einkaufen. Köln wird in diesen vier Wochen etwas von einer Großstadt haben.
    Ich warte gespannt auf die Fotos von Peru. Mein Onkel hat mir auch schon einiges gezeigt, aber sicherlich sind Eure Pics wieder mal weltklasse.
    Wir denken immer ganz fest an Euch und wünschen Euch keine weitere Magenverstimmung.
    Dicke Küsse von der Hansaringcombo

    P.S. Do not say anything against Jens the best keeper in the world!!! Ole, Ole, Ole, Ole

    By Anonymous Anonym, at 9:38 AM  

  • Na ihr?
    Na gottseidank geht es kathleen besser, aber das war wohl nur eine Frage der zeit bis sich Guido ansteckt. Aber trotzdem gute Besserung, das wird wohl wieder!!! Ich kann gut verstehen, das ihr da wieder wegwolltet, hört sich ja echt widerlich an, der Gestank und Dreck da.
    Ich freue mich auch schon sehr auf eure Fotos, ganz kaum erwarten :-)
    Hier bei uns ist es schon seid einer Woche superwarm und sonnig, endlich. Haben wir ja lange drauf gewartet. Waren auch schon schwimmen.
    Zu Aldos Geburtstag fahren wir ins Phantasialand, da Geburtstagskinder da umsonst reinkommen, freue mich total drauf. Es ist ja eine neue Achterbahn mit Looping dort gebaut worden, die Black Mamba.
    Ok das wars schon wieder ihr lieben. Muß noch Ebay machen und aufräumen.
    Bis bald und viele Grüße sagen
    Jeannette & Aldo

    By Anonymous Anonym, at 11:34 AM  

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