Day 450-456 Salar de Uyuni and the Atacama Desert
Zeitmanagement fehlt den Bolivianos voellig. Aus dem Grund, konnten wir noch einen schonen Vormittag in Uyuni verbringen. Unyuni ist das schlimmsten Kaff der Welt. Kaum geteerte Strassen, Muellberge ueberall, nur zwei Strassen in der Innenstadt wurden sauber gehalten. For The Tourists Only!
Normalerweise wollten wir uns noch mit Lebensmitteln eindecken, aber leider gab es nur drei gut aussehende Bananen und ein Fruehstueck bei einer alten Strassenhaendlerin. Ja, auch hier essen wir ab und zu bei Strassenbuden, da man nichts anstaendiges in den „Laeden“ erhaelt. Cracker sollten also unsere Hauptnahrung der naechsten Tage werden, denn die nahmen wir in Massen mit.
Aus den geplanten 10 Uhr wurden bis zur Abfahrt knapp 12 Uhr. Doch wir stiegen mit zwei Schweizern, zwei Franzosen, einem englisch sprechenden Guide und einen Fahrer in den Jeep ein und fuhren los. Warum wir bei Touren immer das Pech haben, mit Franzosen oder Schweizern reisen zu muessen, wissen wir nicht. Schicksal? Wie ihr ja alle wisst, sind das nicht die lockersten Zeitgenossen unseres Planeten. ;-)
Wir fuhren ueber die Salar de Uyuni (Salzwueste) direkt zu dem Hostel, was komplett aus Salz gebaut wurde. Die Salzwueste ist sehr gross und liegt auf beeindruckenden 3653 Metern ueber dem Meerespiegel. Die Eindruecke sind kaum vom menschlichen Gehirn zu verarbeiten. Denn wir sahen nur zwei Farben: Weiss und Blau. Und sonst nichts! ...ausser kleine Berge am Horizont, die in der Mittagssonne verschwammen. Wie eine Halluzination, kommt einem die Reise vor. Surreale Welten prallen auf das Gehirn ein! Dieses Spektakel ist einzigartig auf der Welt und fuer uns ein Reisehit.
Die Isla de los Pescadores, eine Vulkaninsel, die mitten im See liegt, war das Highlight des Tages. Hier standen 1200 Jahre alte Kakteen, die von uns inspiziert wurden. Am Vulkankrater hatten wir eine schoene Aussicht auf die gesamte Wueste. Wir waren beeindruckt, als wir auch in den Krater reingehen durften.
Auf unserem Trip fuhren wir durch Wuestendoerfer, besichtigten einen Lokomotivfriedhof, sahen uns Lagunen an, die aus div. Sulfaten bestanden, standen unmittelbar vor spruehenden Geysern, reisten durch die aermsten Doerfer Suedamerikas, badeten in Thermen mit 35 grad heissem Wasser, sahen Flamingos, Lamas in verschiedenen Arten und und und...
Auch wenn der Dampf super heiss war. Fuer das Foto mussten wir auf die Zaehne beissen! ;-)
Kathy und Guido vor einem Kaktus auf der Isla de los Pescadores. Diese Kakteen sind ueber 1000 Jahre alt.
Man kann es nicht in Worte fassen, was man in den drei Tagen erlebt. Die Landschaften sind so abwechslungsreich und schoen, dass wir sagen: One of the Best Places in the World! Ein Muss fuer alle Weltenbummler.
Es war bitterkalt. 10 grad minus machten uns nachts zu schaffen. Am dritten Tag fuhren wir ueber die hoechste von Autos passierbare Strasse der Welt. Die 5000 Hoehenmeter wurden durchbrochen und wir konnten mit dem Abstieg nach Chile beginnen. Von Nasenbluten und Uebelkeit geplagt, kamen wir auf 2800 Metern erfolgreich in der trockensten Wueste der Welt an: The Atacama Desert.
Hier waren es knapp 30 grad heiss und damit hatten auch wir wieder einen Rekord gebrochen. 40 grad Temperaturunterschied in 5 Stunden. Wie das unsere Koerper verkraften sollen, wissen wir auch nicht.
Guido am Abgrund. Im Ruecken die Weiten der Atacama Wueste!
Die in Chile gelegene Wuesten- landschaft hat es uns angetan. Bei 38 % Luftfeuchtigkeit muss das Bier schnell getrunken werden, da es in Minuten verdunstet. Wir liessen es uns so richtig gut gehen und gingen in ein Nobelrestaurant und tranken uns durch die gesamte Cocktailbar durch. Die Chilenen kochten uns ein drei Gaenge Menu und schon waren die Strapazen in Bolivia vergessen. Endlich wieder normales Essen, denn Kathleen hatte die letzten Tage schon von den guten alten australischen Barbecues getraeumt und wollte auch schon grosse Filets auf dem Teller sehen.
Wir suchten uns in San Pedro einen Guide, der uns zum Tal des Mondes fuhr und mit uns eine Hoehlen- besichtigung machte. Wir schauten uns die Gegend um die Stadt San Pedro genauer an. Sehr schoene Landschaften warteten auf uns. Wir gingen ueber Sandduenen, besichtigen das “Tal des Todes“ und konnten auf die gesamte Wueste Atacama schauen. Ein gelungener Aufenthalt in Chile wurde durch einen Sonnenuntergang im Moon Valley beendet.
Kathy beim Sonnenuntergang im Tal des Mondes. Einer der schoensten Sonnenunterganege der Welt.
Kathleen auf der riesigen Sandduene in der Atacama Wueste. Sicherlich einer der trockensten Gegenden in Suedamerika.
Unser Mission hiess Argentinien! Und dort fuhren wir am naechsten Tag hin. Wir mussten ueber die Anden fahren und stiegen wieder auf 4600 Metern hoch. Die Busfahrt war nicht sehr schoen und als wir um 1 Uhr nachts in Salta ankamen, waren wir total erledigt. Wir fanden noch eine Absteige im Hinterhof eine Rockclubs und nach einigen Getraenken an der Bar fielen wir in das schmuddelige Bett.
Welcome to Bolivia! Wir fuhren jedoch in die andere Richtung - Chile.
Wir sind schon seit 2 Tagen in Salta und geniessen die kulinarischen Koestlichkeiten. Natuerlich fanden wir sofort ein Stammlokal. Hier haben wir jeden Tag eine Buffetauswahl mit 20 verschiedenen kalten Speisen und 3 Hauptmenues. Incl. einer Nachspeise kostet uns diese Leckerei nur 5 Dollar. Jaaaaaaaaaaaaaaaaa, wir sind gelandet. Argentina!
Kathy bei der Hoehlenforschung tief unter der Atacama Wueste in Chile! Der Entengang wurde nach 10 Minuten zur Qual. Alleine die Neugierde brachte uns ans andere Ende der Hoehle. Die Expedition war ein riesen Spass.
Wir verabschieden uns aus Salta und machen die Stadt noch etwas unsicher...
...auch morgen geht die Sonne auf!
Kathy und Guido
PS: Wir haben euch noch einige Bilder in die alten Texte eingefuegt. So bekommt ihr eine bessere Vorstellung von Bolivien und den Menschen des Altiplanos.


2 Comments:
Hi ihr beiden!!!
Habe heute erstmal eure letzten News gelesen, da wir ja für eine Woche in Neubrandenburg waren. Habt ja wieder spannende Sachen erlebt. Manchmal bekommt man echt Angst um euch. Aber da werden wir wohl nicht die einzigsten sein ;-P
Heute ist wieder mein erster Arbeitstag, aber nur 3 Stunden :-)
Habe auch wieder neue Fotos für euch, wenn ich die Tage mal Zeit habe, schicke ich euch die per Mail. Zur Zeit ist mein Bruder noch hier, bleibt für eine Woche bei uns.
Ok, dann machts mal gut ihr beiden.
Bis bald und viele liebe Grüße sagen
Jeannette, Aldo & Marco
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Anonym, at 11:25 AM
Hallo Ihr Zwei,
nach 515 Tagen sprudelt Ihr immernoch vor Freude und Energie. Während Ich eher ausgelaugt an meinem Schreibtisch sitze, mir Euere Bilder anschaue und kaum die Zeit habe den Text zu lesen.
Da kommt man schon ins Grübeln, ob man da was falsch macht.
Euch weiterhin viel Glück und gute Reise.
Liebe Grüße Marcel Finger
PS: Deutschland versinkt in Schwarz Rot Gold, wir werden Weltmeister... oder doch nicht???
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Anonym, at 9:44 AM
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