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Montag, Mai 29, 2006

Day 480-481 Nur schnell raus aus Lima, ab aufs Land

Francis vom Miraflores House kuemmerte sich hervoragend um unsere Abreise. Wir liessen unsere gesamten Sachen bei ihm im Wohnzimmer stehen und reisen nun mit einem drittel des Gepaecks weiter. Die Fahrt fuehrte uns durch die suedlichen Stadtteile der Hauptstadt. Smog lag ueber der Stadt und wir waren froh, als wir nach 4 Stunden Fahrt in Ica ankamen.

In der an der Kueste des Pazifiks gelegenen Region Ica, gibt es viele Wuestengebiete und die hoechsten Sandduenen der Welt. Wir mieteten uns einen Fahrer mit einem Buggy an und fuhren drei Stunden die Sandduenen rauf und runter. Teilweise ging es mit dem Buggy hundert Meter die Duene runter und wir waren kreidebleich. Achterbahnfahren ist etwas fuer Anfaenger.

Guido hatte super Angst, denn er traute dem selbstgebauten Buggy und dem schwarzen Fahrer nicht. Sandboarden war auch noch angesagt. Einige unserer Backpack-Kollegen taten sich richtig weh, weil sie so hart auf den Sand prallten. Guido zeigte allen stolz seine Snowboard Erfahrung und liess die Sache etwas langsamer angehen. Abends gab es noch ein Asado Libre und einige tollen Gespraeche mit deutschen Backpackern, die unsere Leidenschaft teilen. Unser Zimmer war von Kakakerlaken befallen. Kathleen spielte wieder den Kammerjaeger. Nach ueber 10 erfolgreichen Jagdversuchen, schlief sie mit der Taschenlampe bewaffnet ein.

Die Nasaca Linien waren das naechste Ziel. Die Boden- zeichnungen von Nasca und Pampas de Jumana stehen auf dem Welterbe der Menschheit der UNESCO. Kolibris, Spiralen oder Landbahnen, sogar Spinnen und Astronauten wurden in die Erde geritzt. Die mysterioesen Bodenbilder sind eine Hinterlassenschaft des Nasca-Volkes, das von 200 vor bis 600 nach Christus den Süden Perus besiedelte. Welchen Zweck die Linien von Nasca haben, weiss man nicht so genau.

Wir setzten uns mit einem Piloten in eine 4 Personen-Maschine. Kathleen sass hinten und Guido beim Piloten. Wir flogen ca. 50 Minuten zu den einzelnen Bildern auf der Erde und sahen das gesamte Gebiet vom Flugzeug aus. Kathleen wurde super schlecht und sie musste sich bei der Landung uebergeben. Es war trotzdem ein einmaliges Erlebnis.

Kein tolles Erlebnis sind die Peruaner. Wir werden andauernd auf der Strasse angesprochen. Das ist wirklich schrecklich. Wenn wir nur in ein Restaurant reinschauen, rufen uns die Kellner hinaus und verfolgen uns bis auf die Strasse und rufen uns nach. Die unzaehligen Taxis hupen uns auf der Strasse an und viele Menschen wollen Dollars tauschen. Wir haetten auch gerne US-Dollar, denn die sind sehr schwer zu bekommen.

Am nettesten sind die Kinder, die gruessen uns mit Buenos Dias auf den Strassen und verfolgen uns. Irgendwann zeigen sie dann auf den Kaugummiautomaten oder man soll ihnen etwas aus dem Schulranzen abkaufen. Ist das nicht schlimm? Mit 4 oder 5 Jahren lernen sie das hier schon von den Eltern. Wenn sie von denen nicht vorgeschickt werden, ziehen sie im Alleingang durch die Strassen und suchen ihre Opfer. Peruaner haben kein Interesse an Touristen, nein, sie wollen nur unser Geld. Alle Preise muessen nachtraeglich verhandelt werden und bestellt man irgendwas im Voraus ohne den Preis abgestimmt zu haben, wird man abgezockt. Wir sind schon 5 mal beschissen worden, weil wir nicht gut genug gehandelt haben oder zu gutglaeubig waren. Und dann sind hier noch gefaelschte SOL Muenzen im Umlauf...aber das ist eine andere Geschichte.

Stay tuned for the nexy news from Arequipa. Dort gibt es den tiefsten Canyon der Welt und mit etwas Glueck, werden wir wieder einen Condor sehen.

Cheers Kathy und Guido

PS: Bilder werden erst in 3 Wochen folgen, wenn wir wieder in Lima sind.