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Donnerstag, Februar 22, 2007

Day 742-747 The Golden Triangle Motorcycle Diaries and The Mekong River Expedition from Thailand to Laos

Nach Chiang Rai fuhren wir, um das Goldenen Dreieck zu sehen. Eigentlich wollten wir Trekken gehen, doch Kathleens Fuss ist noch nicht so erholt. Kurzerhand liehen wir uns ein Motorrad aus und fuhren auf eigene Faust durch die ehemaligen Opiumanbaugebiete. Das war an sich schon spannend, da Guido bekanntlich keinen Fuehrerschein hat. Da im hohen Norden noch viele Drogen gehandelt und geschmuggelt werden, wird von der Polizei alle 50 Kilometer eine Strassensperre aufgestellt. Uns liessen sie jedoch immer weiterfahren. Touristen sind nicht auf ihrem Radar. Sie ignorieren uns und wir fuhren einfach weiter, obwohl alle Autos gefilzt wurden. Oben seht ihr Guido vor einem Tempelaufgang direkt am Goldenen Dreieck.

Das Goldene Dreieck ist eine Region im Grenzgebiet von Laos, Thailand und Burma (Myanmar). Eigentlich ist es ein Vierlaendereck, denn China ist auch nicht weit entfernt. Das Goldene Dreieck ist ein Synonym fuer den Drogenhandel in der Region. Die Produktion von Heroin hat sich aber nach Afghanistan verlagert. Die Bedeutung der Region auf dem Weltmarkt hat stark nachgelassen. Der Schlafmohnanbau geht auf die Einwanderung der einzelnen Tribals aus China und Myanmar zurueck. Er hat eine lange Tradition bei den Bergvoelkern und wird fuer den Eigengebrauch heute noch angebaut. Die Franzosen kauften waehrend der Kolonialherrschaft in grossen Mengen Opium und so wurde der Anbau die einzige Einnahmequelle fuer die Menschen hier. Die CIA hat waehrend des Vietnamkrieges Handel mit den Bergvoelkern betrieben, um so die Verbuendeten, wie die Hmong Armee aus Laos, zu finanzieren.

Der Drogenkonsum stieg ja bekanntlich Ende der 60er Jahre stark an und Heroin war schick in der Diskobewegung Anfang der 70er. Die Nachfrage im Westen nach dem Puder war so gross, dass der Anbau in der Region sprunghaft anstieg. Heute versucht man mit Programmen die Bergvoelker dazu zu bringen, den Anbau auf Tee oder andere Pflanzen umzustellen. Thailand hat diese Programme schon erfolgreich implementiert. Schlafmohn wird auf der thailaendischen Seite nicht mehr so haeufig angebaut. Oben seht ihr den Ausblick von Thailand auf den Mekong. Auf der anderen Seite liegt Laos.

Heute steht der Tourismus im Vordergrund und der Ort Sop Ruak, wo der Mekong in den Mae Sai Ruak muendet, wird als das Goldene Dreieck vermarktet. Und zwar sehr geschickt! Da wundert es einen nicht, dass hunderte von Strassenhaendlern die Pakettouristen, die aus ihren klimatisierten Bussen steigen, abfangen, um ihnen den allerletzten Schrei zu verkaufen. Ein Renner, bei dem sich der deutsche Zoll wohl freuen wird, ist der Schlangenwhiskey mit einer giftigen Schlange in der Flasche. Die Special Edition hat sogar noch einen riesigen schwarzen Skorpion drin. Oben seht ihr den Ausblick auf das Goldene Dreieck. Links im Bild ist Burma, das heutige Myanmar, rechts Laos und wir standen auf einem Berg in Thailand.

Da wir schon wochenlang in Suedostasien unterwegs sind, liessen wir uns nicht von dem Rummel beeindrucken. In Asien wird leider alles erfolgreich vermarktet und die vielen (momentan ist absolute Hochsaison) Touristen kaufen, kaufen und kaufen was nur geht. Wir schauten uns lieber das Opiummuseum an. Hier wurden die einzelnen Bergvoelker vorgestellt und wir bekamen eine Einweisung im Opiumrauchen. Viele historische Werkzeuge, wie zum Beispiel die Gewichte in Tierformen mit denen das Opium gewogen wurde (es scheinen alle wirklich stoned gewesen zu sein) oder die verschiedenen Rauchutensilien waren in der Ausstellung zu begutachten.

Rechts ist Kathleen mit vier Kindern aus dem Akha Village zu sehen. Heute haben die Kids einen Job als Fotomodel, genau wie in Bolivien. Wir machten uns dann weiter auf in die noerdlichste Stadt Thailands. Unser Motorrad liess uns nicht im Stich und so kamen wir am fruehen Nachtmittag in der Grenzstadt Mae Sai an. Wir schauten uns die Grenze genauer an und wir musterten die abgefahrenen Burmesen, die hier auf Tourifang gehen. Hier wird alles geklaut was nicht niet- und nagelfest ist. Da wir uns bei den Menschenmassen nicht wirklich sicher fuehlten, und andauernd von Strassenkindern verfolgt wurden, machten wir uns auf die Heinreise nach Chiang Rai. Stolze 200 Kilometer sind wir insgesamt gefahren. Es war ein toller Trip, ein hervorragender Tag. ...aber schaut euch die Bilder an:

Diese Huetten dienen nur zur Trocknung des Reis. Die Menschen lebten aber auf den Feldern.

Die Aussicht auf Burma-Myanmar von der noerdlichsten Stadt Thailands aus fotografiert.

Kathleen am noerdlichsten Punkt vor der Bruecke die nach Burma fuehrt.

Unser Motoradheld in Perfektion bei der Fahrt nach Doing Tung.

Die Aussicht auf die Berge im Goldenen Dreieck bei Doing Tung. Abends ist das Gebiet sehr gefaehrlich, denn man koennte fuer einen Drogenbeauftragten der Regierung gehalten werden. Oft hoert man Schuesse. Dann kaempfen die Drogenrebellen gegen die Polizei.

Hier wurde der Wasserbueffel schon durch einen motorisierten Karren ersetzt.

..und als Belohnung gab es ein eiskaltes Erdinger Weissbier. :-)

Am naechsten Tag fuhren wir mit dem Localbus zur Grenze. Mit dem Boot wurden wir ueber den Mekong gebracht und wir passierten erfolgreich die Zollkontrollen.

Good Bye Thailand and...

Welcome To Laos – The most bomed Country in The World.

Eigentlich ist die Ueberfahrt wie ein Schlag ins Gesicht. Die Menschen schienen alle etwas seltsam und ruhig zu sein. Kein Gebruell mehr, kein Hey Mister Massaaaaaaage, nichts! In Laos ist alles anders. Man kann sich zuruecklehnen, auch wenn man sich den Luxus, den man in Thailand bekommt abschminken kann. Die Menschen sind nicht so aufgeschlossen wie die Thais. Die Menschen hier sind vom Krieg mitgenommen. Laos ist noch nicht so lange fuer den Besucherstrom aus dem Westen offen, was aber nicht heissen soll, das das Land momentan nicht foermlich von Pauschaltouristen ueberrannt wird. Laos und China weisen die am schnellst wachsenden Wirtschaften der Erde auf. Oben seht ihr den Sonnenaufgang um 7 Uhr morgens. Im Hintergund der Nebel der Berge die den Mekong Fluss umgeben. Wirklich eine schoene Kulisse.

und hier seht ihr den Sonnenuntergang auf dem Mekong.

Zwei der super gefaehrlichen Speedboote. Wir haetten den Weg mit den Dingern in 6 Stunden geschaft. Mit unserem Slow-Boat brauchten wir 15 Stunden, in zwei Tagen.



Welcome To Indochina. So haben die Franzosen Laos genannt. Das S haben sie auch an Laos drangehaengt. Eigentlich heisst das Land nur Lao.

Guido beim Grenzuebergang auf einem Speedboot zwischen den Laendern Thailand und Laos.

Doch die Zeiten fuer Laos sahen nicht immer so rosig aus. Zwischen 1964 und 1973 betrieben die Amerikaner die groesste Flaechenbombadierung der Geschichte. Sie flogen 580.344 Angriffe ueber Laos. Dabei schmissen sie 2,2 Millionen Tonnen Bomben ab. Die Aktion kostete den amerikanischen Steuerzahler jeden Tag 2,2 Millionen US Dollar. Rechts seht ihr Guido beim Fussballspielen mit den Kindern am Mekong River in Laos. Im Hintergund seht ihr das Flussufer von Thailand.

Die Spezialiaet in Laos. Schlangenwhiskey einmal mit und einmal ohne den Skorpion.

Der freundliche Moench hatte noch ein Laecheln fuer uns uebrig.

Eine Herde Wasserbueffel am Ufer des Mekong in Laos.

Leider ist ein drittel der Bomben nicht detoniert. Das macht Laos zu einem der vermientesten Laender der Welt. Noch schlimmer jedoch ist, das die Mienenraeumer noch 100 Jahre brauchen werden, bis Laos endlich wieder sicher ist. Nach 30jaehriger kommunistischer Regierung ist es eines der letzten Laender der Erde, das sich jetzt auch westlich orientieren moechte.

Schon bei der Ankunft wollte man uns alles verkaufen, was auf dem laotischen Drogenmarkt so zu haben ist. Guido und Simon, ein schottischer Reisekollege, kauften die Tickets fuer den 2-Tagestrip nach Luang Prabang. Auch hier wurde uns gleich der ca. 15 jaehrige Sohn angeboten. Wir sollten uns doch in der Nacht etwas mit ihm vergnuegen. Vielmehr bot er sich selbst an und sagte: Do you want to fuck me? WOW, was fuer ein Hammer. Wir hoffen, dass alle Sextouristen, die sich in Laos oder Kambodscha an den armen Kindern vergreifen auch bestraft werden!

Der zwei Tages Bootstrip auf dem Mekong war wirklich sehr anstrengend. Wir starteten in der Grenzstadt Huay Xai. Wir hatten keine richtigen Sitze, sondern nur einen Holzbalken auf dem wir sitzen konnten. Zudem waren die Boote total ueberfuellt. Diese Reise steht wohl auf jedem Reiseprogramm und so kam es, dass wir mit 200 anderen Touristen den Mekong runter fuhren. Entlohnt wurden wir fuer die Strapazen mit tollen Ausblicken auf die Berglandschaften und auf die einzelnen Tribaldoerfer. Wasserbueffel hielten ihre Machtkaempfe am Ufer ab und die Fischerleute gruessen uns von weitem. Gestern kamen wir nach einer Uebernachtung in Pak Beng in Luang Prabang an. Wir liefen spaet abends noch durch die Strassen, um eine bezahlbare Uebernachtung zu finden. Doch alles war ausgebucht. Das wohl letzte Zimmer im alten Viertel von Luang Prabang fanden wir bei einer Familie. Wie sollte es auch anders sein? Wir moechten nicht den Hotels unser Geld geben, damit hier noch mehr gebaut wird. Support The Locals! ;-)











Los Kathy... Rucksack auf und weiter geht's... :-)

Da haben wir mal wieder was gelernt und auch morgen geht die Sonne auf!

...und dann gibt es News aus Luang Prabang – Northern Laos

Wir danken fuer die Aufmerksamkeit!

Kathy und Guido