411-417 Puerto Madryn - Penisula Valdes, El Bolson and San Carlos de Bariloche
Man weiss, dass man in Suedamerika gelandet ist, wenn man ueber 2 Stunden braucht, um ein Busticket zu kaufen (obwohl niemand vor einem in der Schlange steht) und am Ende nur einen handschriftlichen und nicht entzifferbaren Zettel herhaelt, den man in einem 800 Kilometer weit entfernten Dorf gegen ein „richtiges“ Ticket eintauschen soll. Man weiss, dass man in Suedamerika gelandet ist, wenn ein argentinischer Busfahrer laut Falco’s „Der Kommissar geht um...“ singt und mit 130 Stundenkilometer ueber die Schotterpisten rast, dass man nur noch einen Gedanken hat: „Kotze ich jetzt dem Busfahrer oder dem Typen rechts neben mir auf den Kopf?“ Man weiss, dass man in Suedamerika gelandet ist, wenn man in der Erwartung eine grosse Attraktion zu sehen eine 22 Stunden Busfahrt auf sich nimmt, um in einem Dorf zu landen, das nichts, aber auch gar nichts zu bieten hat, ausser ein Hostel, in dem 78 Israelis in den letzten 4 Tagen eingescheckt sind. Ahhhhhhhhhhhh, South America, was geht denn hier ab......oder wie war noch mal die Frage? Links seht ihr ein Patagonico Guerteltier. Kathleen und Guido konnten es sogar streicheln. Fuehlte sich sehr warm und stachelig an.
Die etwa 3500 km² große Penisula Valdes liegt in der argentinischen Provinz Chubut, in der Naehe von Puerto Madryn. Hunderte Seeloewen und Seeelefanten befanden sich am Strand des National Parks, der auf der UNESCO Weltkulturerbe Liste steht. Wir sahen dort leider keine Orcas (Schwertwale). Zuletzt wurden sie am 17. Maerz gesehen und Seehunde frassen sie an diesem Tag auch nicht. Im Inneren der Halbinsel sahen wir Nandus (das sind Emus, wie man sie in Australien sieht), scheue wilde Lamas (auch Guanakos genannt, seht ihr oben) und Pampashasen liefen ueber die Fahrbahn.
Dass die Israelis keine Experten in der Voelkerverstaendigung sind, war uns schon vor der Fahrt klar. Aber trotzdem riskierten wir es und fuhren ueber 400 Kilometer mit unseren israelischen Freunden ueber die Penisula Valdes und wurden, in voller Lautstaerke, mit der schoensten iraelischen Pop Songs beschallt. Nach ueber 10 Stunden Fahrt durch die oede Pampa, waren wir froh, wieder in unserem Hostel zu sein. Wir stellten an diesem Abend fest, dass wir die Tour an die Ostkueste fuer diesen suessen Fratz oben gemacht haben. Die letzten Pinguine waren noch auf der Penisula und hielten nach ihren Jungen Ausschau. Schon bald werden sie wieder zurueck in ihre Heimat, die Magellanstrasse, schwimmen und ihre Brut mitnehmen. Die Pinguin-Kolonie war sehr sehenswert!
Oben seht ihr ein Junges, dass aus dem Nest nach Sonnenstrahlen Ausschau haelt. Diese Geschoepfe sind einfach beeindruckend!El Bolson, die Hippie Metropole Argentiniens! Als niveauvolle Traveller lernten wir sehr schnell, sich von solchen Ankuendigungen selbst zu ueberzeugen. El Bolson war jedoch sehr vielversprechend. Die Szene war waschecht und nichts schien aufgesetzt. Der Craftmarket war ganz nett gestaltet und die Bergkulissen, von denen El Bolson umgeben ist, waren eindrucksvoll. Wir verbrachten 2 Tage in der „Hippie-Kommune“ und assen massenweise von dem leckeren selbstgemachten Speiseeis. Und wenn wir die Fahrt nur aus einem Grund machten, um uns die verlausten und runtergekommen Alt-Hippies anzuschauen. Es hat sich gelohnt.
Von El Bolson ging es nach San Carlos de Bariloche. Wir scheinen die einzigen „Nicht-Israelis“ im Freedom Hostel zu sein. Alle Islraelis gehen nach dem Dienst in der Armee auf Tour. Entweder in Indien oder in Suedamerika. Suedamerika ist voll mit jungen Reisenden aus der Region. Wie auch immer, wir brauchen jetzt erstmal eine Pause, geniessen den schoenen sonnigen Herbsttag am See und ruhen uns etwas aus. Wir wollen keine Eisberge, Gletscher, Schotterpisten, Granitfelsen, Busfahrer, Trekking-Wege, Pinguine, Seehunde oder Schnee, Sturm und Kaelte mehr sehen.
Greetings from the Honeymoon Capital of Argentina – San Carlos de Bariloche
Kathy und Guido
PS: Ist Koeln eigentlich auch ein Capital von irgendwas? Kann das mal einer in Erfahrung bringen? (Koelsch Beer Capital?) ;-)


2 Comments:
EIN GUTEN MORGEN AUS DER HEIMAT,
Regen, Regen, Wind... das sind so
die Dinge die sich hier im Augenblick abspielen.
Na, wir wollen uns nicht beklagen.....als Freunde des Skifahrens, hatten wir ja einen schönen Winter.
So so, das hört sich ja sehr AUFREGEND an "Busfahrt, Straßen etc."
aber (ALLES GUT ÜBERSTANDEN)
Wie sagt man bei uns: jut sooo.
Ok….wir geben euch ein...zwei...Ruhetage und dann geht’s aber weiter mit...Bildern u.- abenteuerlichen Berichten :-)
In diesem Sinn.....ab in die Rinne… ach ne... bis bald und
alles GUTE... jb.u.- Fam.
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Anonym, at 7:48 AM
Guten Morgen vom Hansaring!!!
Die sind ja süß!!! Was für niedliche Dinger. Konntet ihr keinen kleinen Pingu mitnehmen? Schickt uns doch mal einen nach Köln.
Das Stacheltier gefällt mir noch besser.
Ich war gestern im Plattenkeller und habe Guido die neue Placebo geholt. Gute Wahl!!!
Jetzt kommt der Hammer: The Who kommen nach Köln und wir sind dabei!!! Die Karten sind schon gekauft. Rafael ist schon ganz jeck.
Da wären wir beim Thema Karneval: Cologne is the Capital of Carneval!!!
Ich drücke und Küsse Euch ganz fest.
The Fan Jenny
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Anonym, at 9:44 AM
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