Day 211-224 Australia - The West Coast
The 80 Mile Beach Caravan Park
Broome verliessen wir nach einem grossen Einkauf in unserem Lieblingssupermarkt Woolworth und fuehren den Great Northern Highway entlang. Frueh morgens ging es zum 500 Kilometer entfernten 80 Mile Beach. Leider ging nur eine Dirt Road zum Beach ab. Dirt Roads fahren wir nicht gerne, da es einfache Buckelpisten sind, auf denen unser Fury oft ins Schleudern kommt. Der Wind hat den Strassen eine Oberflaeche verpasst, die einem Waschbrett aehnelt. Es gibt zwei Moeglichkeiten auf den Pisten voran zu kommen. Entweder in Schrittgeschwindigkeit oder man faehrt mit mindestens 80 Km/h ueber die Wellenpisten drueber. Oft schafft Fury es aber nicht auf diese Geschwindigkeit zu kommen und wir muessen wieder abbremsen. Auf Kangaroo Island brauchten wir so damals 2 Stunden fuer eine 40 Kilometer Strecke. Diesmal klappte es aber ziemlich gut. Kuehe sprangen uns vor den Van, ja, sogar einen Lizard haben wir ueberfahren. Aber Gott sei Dank nicht mir den Raedern, sondern mitten ueber ihn drueber, zwischen die Reifen. Im Rueckspiegel sahen wir noch sein verdutztes Gesicht, laut fauchend schaute er uns nach.
Am 80 Mile Beach angekommen, genossen wir zwei Tage die traumhafte Kulisse. Mit 80 Meilen ist es der zweitlaengste Strand auf dem wir in Australien waren. Das eindrucksvolle an ihm ist aber seine verblueffende Breite bei Ebbe. Ganze 1,5 Kilometer mussten wir dann bis zum Wasser gehen. Es gabt Tonnen von Muscheln in allen nur erdenklichen Variationen. Wir verbrachten Stunden mit dem Sammeln und Entdecken der verschiedenen Meeresbewohnern und unsere Muschelsammlung bringt es seitdem auf fast eine halbe Einkaufstuete voll. Wir sahen grosse Sea Cucumber, auch Seegurken genannt. Nur Gefahrensucher gehen hier ins Wasser. Im Meer wimmelt es von Haien und Seeschlangen. Letztere sind die giftigsten Meeresbewohner rund um Australien. Ein Biss ist meist toedlich.
Pilbara Region
Die Pilbara gehoert zu den kaum erschlossenen Regionen des Kontinents. Das ganze Terrain von der Great Sandy Desert bis hin zur Gibson Desert wird bei den Aussies nur kurz “Rugged County” gennant. Und so erschien es uns auch. Fahren, Fahren, Fahren und nichts als oede Landschaften, genau wie im Outback. Port Headland war definitv die haesslichste Stadt, in der wir in Aussieland je waren. Aber hier wollten wir auch nicht uebernachten. Wir zogen eine Restarea in den Bergen der Pilbaras vor. Hoch oben auf einem Bergplateau parkten wir unseren Fury und genossen den Sonnenuntergang und die schoene Aussicht auf die umliegenden Felsformationen. Am naechsten Morgen zog es uns schnell zum Karajini National Park, der auch Hammersley Range Gorges gennant wird. Das Klima wurde spuerbar kaelter und unsere sonnenverwoehnten Koerper fuehlten sich leicht unwohl.
Der Aufmerksame Leser wird wissen, was bei dem Wort “Gorge” jetzt kommen mag. Diesmal gab es aber nicht, wie an dem Katherine Gorges, ein Kanu mit dem wir durch die Schluchten fahren konnten. Nein, wir durften zu Fuss die lange Strecke durch den Dales Gorge wandern. Tiefe Felsschluchten, die sich in das Hochplateau der Range gegraben haben, fuehren das ganze Jahr ueber Wasser. Wir wurden auf dieser abenteuerlichen Reise, die uns durch Wasserfaelle, wie die Fortescue Falls, und durch fast ausgetrocknete Flussbetten fuehrte, aber durch besonders schoene Pools entlohnt. Hier konnten wir an jedem Ende der Schlucht prima Baden und unsere durch geschwitzten Koerper waren fuer den beschwerten Rueckweg bereit. Wir uebernachteten auf dem Camping Ground in National Park.
Cape Range National Park
Nach den obligatorischen “Rest Area Katzenwaeschen”, die meistens nur aus Zaehneputzen bestehen, ging es noch im Morgengrauen los auf die ueber 900 kilometerlange Strecke. Exmouth hiess das Ziel, das wir an diesem Tag schaffen wollten. Wir kamen kurz vor Einbruch der Dunkelheit in Exmouth an und uebernachteten auf einem ueberteuerten dreckigen Camping Ground. Am naechsten Morgen fuellten wir unsere Reserven auf und stellten fest, dass der Benzinpreis im Vergleich zur Ostkueste um ueber 80 % gestiegen ist.
Exmouth wurde 1967 als Stuetzpunkt der US-Navy gegruendet und noch heute stehen auf der Landzunge die ueber 388 Meter hohen Antennenmaste, mit denen Kontakt mit U-Booten im Indischen Ozean gehalten wird. Viel impulsanter jedoch, ist der an der Westseite liegende Cape Range National Park und das groesste Korallenriff Western Australias, das Ningaloo Reef.
Am Eingang zum Park kauften wir uns den Jahrespass der Nationalparks in Western Australia. Hiermit haben wir fuer ein Jahr Zugang in alle National Parks und muessen nicht jeweils die 9 Dollar Eintritt zahlen.
Von den zahlreichen Straenden konnten wir die Korallenriffe, die oft nur 20 Meter vom Strand entfernt lgen, beim Schnorcheln bewundern. Mit ueber 500 Fischarten und 220 Korallenarten wurde hier eine ausserordentliche Vielfalt geboten. Ein Paradies fuer Taucher und Schnorchler, das im Gegensatz zum Great Barrier Reef weitgehend unverbraucht und unberuehrt ist. Wir sahen riesige Schildkroeten und viele Fische. Turquoise Bay war eines unseren Hauptanlaufstellen fuer unsere Erkundungen der Unterwasserwelt. An der beruehmten Osprey Bay, die zudem zu den schoensten Buchten zaehlt, schlugen wir unser Lager fuer drei Naechte auf. Wir parkten Fury auf einem hohen Felsen und hatten eine Uebersicht ueber die Bucht, den Strand und das Meer. Die Campspots zaehlen zu den schoensten Moeglichkeiten einer Uebernachtung in Australien.
Wir sahen eine Menge Wildlife in dem Park. Emus und wilde Pferde waren ueberall um uns herum. Kakadus flogen neben Fury entlang und begleiteten uns oft auf unseren Expeditionen im National Park. Landschaftlicher Hoehepunkt war der Yardie Creek Canyon mit ueber 90 Metern Hoehe. Hier machten wir einen wunderschoenen Bushwalk und genossen die Aussicht auf die Kuestenlandschaft am North West Cape.
Nachts konnten wir die Schattenseiten der Tierwelt betrachten. Mit unseren Stirnlampen sahen wir die blauen Augen der zahlreichen Spinnen. Zuerst wussten wir nicht, was in den Bueschen reflektierte. Nach genaueren Untersuchungen war uns klar, dass es hunderte von Spinnen sind, deren Augen in der Dunkelheit blau reflektierten. Wir sahen die Spinnen auch in anderen Doerfern und Restareas auf unsere weiteren Reise.
Ein noch groesserer Nachteil einer Autofahrt in Western Australia waren die handflaechengrossen Heuschrecken. Diese prallten im Sekundentakt gegen die Windschutzscheibe und hinterliessen einen gelben Schleim. Dieser musste an den Tankstellen regelrecht abgekratzt werden. An unserem Kuehlergrill hingen hunderte von Fluegeln und Koerperresten, die in der Mittagssonne fuerchterlich stanken. Kleine Voegel versuchen zudem ihren Adrenalingehalt im Blut dadurch zu steigern, dass sie so nah wie nur moeglich an Fury vorbei flogen. Manche kamen regelrecht auf uns zugeflogen und schossen dann einen Meter vor uns nach links oder rechts. Einige dieser mutigen Winzlinge sind leider gegen unsere Stossstange geprallt und gestorben.
Genug mit diesen Horror-News. Wir machen weiter mit dem schoenen Oertchen Coral Bay. Wie der Name schon vermuten laesst, ging es auch hier um das Thema: Schnorcheln. Coral Bay hat sich in den letzten Jahren einen Namen gemacht. Das schoene Korallenriff beginnt auch hier sofort am Strand und zieht viele Besucher an. Die Caravan Parks sind teuer und die Tour-Angebote sind zahlreich. Die beruehmten Humpback Whales tummelten sich zu dieser Zeit an der Kueste. Eine Tour wollten wir nicht buchen und erhofften uns, diese tollen Geschoepfe etwas weiter im Sueden anzutreffen.
Shark Bay und Monkey Mia
Wir machten uns also weiter suedlich auf die Humpback Whale Suche. Vielmehr dachten wir den ganzen Tag an die Delphine, die uns in Monkey Mia begruessen wuerden. Zuerst mussten wir aber die Peron Halbinsel ueberwinden und zu einer Restarea kurz vor Denham fahren. Die Restarea lag sofort an einem Sandstrand, auf dem wir Fury parkten. So ganz legal war die Sache nicht, denn man musste eine Erlaubnis von der Gemeinde haben, um dort zu campen. Da wir aber nicht alleine dort standen, war es uns egal. Wie sich spaeter herausstellte, hatte keiner dieser Camper ein Permit fuer die Uebernachtung.
Frueh morgens fuhren wir nach Monkey Mia, dem „Dolphin Capital Western Australias“. Monkey Mia ist einer der wenigen Plaetze auf unserer Erde, der von freilebenden Delphinen regelmaessig besucht wird. 1964 wurden sie das erste mal angefuettert und seitdem kommen sie jeden Tag wieder. Dabei nimmt nicht jeder Delphin das Futter an. Es leben ueber 70 Delphine in der Bucht. Man sieht aber immer nur 8 taeglich. Mal kommen mehr, mal kommen weniger. Manche schauen nur sporadisch vorbei.
Kathleen wurde aufgefordert ins Wasser zu kommen, um einen dieser wilden Delphine zu fuettern. Das war ein riesen Spass, denn kaum als Kathy im Wasser war und den Fisch in die Richtung des Delphins hielt, wurden alle anderen Zeitgenossen unruhig und zappelten um Kathleen herum und beruehrten sie an den Beinen. Gefressen haben sie trotzdem. Wir machten viele Fotos und traeumten in der Nacht von den Eindruecken des Tages.
Der noerdliche Teil der Halbinsel wurde durch einen elektrischen Zaun abgetrennt. Es wurden alle eingefuehrten Tiere, wie die Wildkatzen, Fuechse, Ziegen und Kaninchen verbannt. So versuchen die Aussies den Bestand der heimischen Tiere zu erhoehen und das Aussterben mancher Tierarten zu verhindern. Das hatte zur Folge, dass dutzende von Lizards sich auf der Strasse tummelten. Wir fuhren extra langsam, denn wir lieben diese Tiere sehr. Das Projekt Eden, wie es genannt wird, ist ein voller Erfolg und soll auf andere Teile des Kontinents ausgedehnt werden.
Der Ferienort Denham ist der westlichste Ort Australiens und damit haben wir ein neues Etappenziel erreicht. Nach Wilson Prom im Sueden, Cape Byron im Osten und Darwin im Norden haben wir mit Denham alle aeusseren Punkte der vier Himmelrichtungen erreicht. Denham ist ein sehr schoener Ort. Wir fruehstueckten hier unsere geliebten australischen Curry Pies und machten uns auf zum Shell Beach.
Die ganze Landzunge gehoert zur UNESCO World Heritage Area und erst hier wurde uns die Aussergewoehnlichkeit der Landschaft klar. Shell Beach ist ein mit meterhohen Muscheln gebildeter Strand. Wir gingen den kilometerlangen Strand entlang und das Wasser war so klar, wir konnten meterweit auf den Grund schauen. 100 Meter koennte man dort ins Wasser gehen und es wuerden hoechstens die Knie nass. Auch hier wird nicht empfohlen zu Schwimmen, denn die groesste Population von Tigerhaien befindet sich in der Shark Bay. An manchen Stellen sind die Muscheln bis zu 10 Meter tief. Diese wurden frueher zu Bloecken gepresst und als Baumaterial fuer Haeuser genutzt.
Naturwissenschaftlich interessanter waren auf unserer Rueckreise die Stromatoliten des Hamelin Pools. Es handelt sich bei diesem Gestein um die aeltesten lebenden Wesen auf unserem Planeten. Schaetzungsweise entstanden sie vor 3,5 Millionen Jahren aus Bakterien, die wie wild Sauerstoff produzierten und so die salzhaltigen Steinbloecke im Wasser formten. Wir konnten den Sauerstoff sprudeln sehen, denn viele der Stromatoliten sind noch aktiv. Es ist der einige Platz auf der Erde, wo die lebenden Steine in dieser Vielzahl zu sehen sind. Und…..Kathy und Guido waren da!
Kalbarri National Park
Wieder ein National Park und diesmal ein sehr impulsanter. In der Stadt Kalbarri angekommen, beschlossen wir noch eine Nacht ohne Camping Ground durchzuhalten und den Tag voll auszunutzen. Wir hielten fuer 2 Stunden am Jakes Corner an. Das ist einer der eindruckvollsten Surfspots der Welt. Wir standen auf einem Felsplateau auf der Hoehe des Meerespiegels und ca. 20 Meter vor uns brachen die Wellen des Indischen Ozean. Es gingen nur die besten und mutigsten Surfer rein. Das Spektakel war unbeschreiblich. Die harten Jungs surften 15 Meter rechts neben uns vorbei und die ueber 3 Meter hohen Wellen trugen sie hundert Meter hinter uns in die Bucht rein. Zu unserem Glueck sahen wir einen Humpback Whale in den Wellen. Einige der Surfer glitten ueber einen Schwarm von Delphinen. Es waren ueber 10 Stueck. Sie genossen die Brandung und spielten in den Wellen. Australischer Kitsch pur, dachten wir uns und waren dabei so aufgeregt und gespannt auf die naechsten Wellenbrecher, wie Kleinkinder die auf den Nikolaus warten. Wir verfolgten die Delphine, den Wal und die Surfer zugleich. Jakes Point ist ein absolutes Muss fuer jeden Western Australia Reisenden.
Suedlich von Kalbarri beginnen die Coastal Gorges, tiefe Schluchten, die sich in den Fels gefressen haben. Man hat von fast einem dutzend Aussichtspunkten die Moeglichkeit auf die rauhe Kueste zu schauen. Vom Red Bluff Scenic View Point erblickten wir die gesamte Bucht. Das unfassbare an diesem Tag erlebten wir aber an dem Aussichtpunkt der Natural Bridge. Die Kuestenlandschaft gleicht in etwa der Great Ocean Road in Victoria und ihr koennt euch vorstellen, was fuer ein Erlebnis es ist, wenn man von einem 50 Meter hohen Aussichtpunkt unten im Meer einen Humpback Whale mit seinem kleinen Kind sieht. Ein Tier von einigen Metern Laenge samt Baby tummelte sich sofort unter uns in der Bucht. Wir genossen die Aussicht ueber eine halbe Stunde und verfolgten die Meeresbewohner genau.
Die letzten beiden Tage waren gefuellt mit den aussergewoehnlichsten Erfahrungen. Sie bleiben uns fuer immer in Erinnerung. Es hat sich wirklich gelohnt!
Abends uebernachteten wir auf einer Restarea am Strand und am naechsten Morgen ging es nach Geraldton. Wir uebernachteten auf dem wohl runtergekommensten BIG4 Caravan Park im ganzen Aussieland. Guido hat sein Geburtstaggeschenk schon bekommen. Eine Playstation Portable. Drei Spiele gab es noch dazu. Das Geraet laeuft heiss. Guido kommt leider nicht zum Spielen, da Kathleen tief in den Tennisport eingestiegen ist und permanent versucht, in der Weltrangliste in die Top Ten zu kommen. Dass dies nicht ohne weiteres gelingt, hoert man an den lauten Schreien, die aus unserem Van schallen. “Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!“ Kathleen, du wirst es schon schaffen.
Wie geht es Fury? Bescheiden! In Geraldton hatten wir wieder die Probleme mit unserem linken Vorderrad. Wir verlieren andauernd die Unterlegscheiben an der Radaufhaengung. Ein Bolzen muesste erneuert werden, da man die Schraube nicht mehr fest anziehen kann. Das hat zu Folge, dass unser Rad sich oft lockert und wir wieder in die Garage muessen um die Spur einstellen zu lassen. Die Reparatur ist uns zu teuer und wir muessen wohl mit diesem Problem leben. Wir hoffen, wir koennen unsere Reise so fortsetzen.
The Wildflower Way
Vom Karajini National Park bis nach Perth sahen wir die Wildflowers. Diese Blumen bluehen nur im Fruehling. Ganze Wiesen sind in verschiedene Farben geschmueckt. Die Australier machen daraus eine ganz grosse Sache. Einige reisen extra wegen diesem Spektakel aus Victoria oder New South Wales an. Viele standen am Strassenrand mit ihren Kameras und schossen Fotos. Wir haben dafuer nur ein muedes Laecheln uebrig. Kathy ist der Meinung, dass die Wiesen in Mecklenburg viel schoener bluehen als das Unkraut hier. Es war eher ein Running Gag auf unsere Fahrt nach Sueden, als eine tolle Erfahrung. Na ja, evtl. sind wir als Europaeer etwas verwoehnt. Man muss bedenken, dass normalerweise auf dieser Strecke kaum Farben zu sehen sind. Lassen wir den lieben Australiern den Spass und promoten die Wildflower als “ganz nett” und “schoen anzuschauen”. ;-)
Perth
Wir sind gut in Perth angekommen und wir fanden einen schoenen Camping Ground im Norden der Stadt. Es gibt einen sehr grossen Ententeich auf dem auch zwei schwarze Schwaene leben. Die Enten drehen leider komplett durch. Man kann nicht fruehstuecken, ohne dass die Viecher uns unterm Tisch herlaufen und ihre Laute von sich geben. Die ganze Nacht schreien sie rum und auch morgens lassen sie uns nicht in Ruhe. Guido ging heute schon auf Entenjagd. Leider erfolglos.
Perth ist mit 1,5 Millionen Einwohner eine richtige Grosstadt und das bekamen wir auch gestern schnell zu spuehren. Wir parkten Fury in der Stadt auf einem grossen Parkplatz fuer den wir noch 9 Dollar Parkgebuehr zahlen mussten. Nach unseren Rueckkehr entdeckten wir, dass eine Bande in unser zu Hause einbrechen wollte. Die Banditen sprengten mit einem Spezialwerkzeug unser Schloss der Schiebetuer. Dabei beschaedigten sie nicht nur das Schloss, sondern zogen es halb aus der Karosserie raus. Gott sei dank, sind sie nicht in den Van gekommen.
Wir sind froh, die knapp 4000 Kilometer der Westkueste gesund ueberstanden zu haben und sagen deshalb: “Wir halten und nicht mehr mit Kleinigkeiten auf, nur so haben wir einen klaren Blick auf die wichtigen Dinge im Leben!”
Links gibt es die passenden Bilder zu diesem Trip!
Greetings from Perth – Western Australia...
...schreien euch die Rucksack-Reisenden Kathy und Guido entgegen, die nach der Wahl-Entscheidung nie mehr nach Deutschland zurueck kommen moechten. ;-)
PS: Guido hat morgen Geburtstag! Beste Wuensche koennen fuer 15 Cent die Minute aus dem Deutschen Telekom Festnetz unter 01071 0061 437371829 abgegeben werden.
PSS: Liebe Mutter Hannelie,
Guido hat einen kleinen Geburtstagswunsch. Wie immer dreht es sich um Vinyl LPs, die es hoffentlich beim Saturn gibt:
1. Death Cab for Cutie – Plans
2. Black Rebel Motorcylce Club – Howl
3. Franz Ferdinand – You could have it so much better
4. The White Stripes - Get behind me
5. Turin Brakes – JackInABox
und bitte mal fragen, ob diese Scheibe auch auf Vinyl rausgekommen ist: "Sufjan Stevens – Illinois"
Guido dankt im Voraus und bestellt viele Liebe Gruesse an Mutti, Vater und Oma!
Broome verliessen wir nach einem grossen Einkauf in unserem Lieblingssupermarkt Woolworth und fuehren den Great Northern Highway entlang. Frueh morgens ging es zum 500 Kilometer entfernten 80 Mile Beach. Leider ging nur eine Dirt Road zum Beach ab. Dirt Roads fahren wir nicht gerne, da es einfache Buckelpisten sind, auf denen unser Fury oft ins Schleudern kommt. Der Wind hat den Strassen eine Oberflaeche verpasst, die einem Waschbrett aehnelt. Es gibt zwei Moeglichkeiten auf den Pisten voran zu kommen. Entweder in Schrittgeschwindigkeit oder man faehrt mit mindestens 80 Km/h ueber die Wellenpisten drueber. Oft schafft Fury es aber nicht auf diese Geschwindigkeit zu kommen und wir muessen wieder abbremsen. Auf Kangaroo Island brauchten wir so damals 2 Stunden fuer eine 40 Kilometer Strecke. Diesmal klappte es aber ziemlich gut. Kuehe sprangen uns vor den Van, ja, sogar einen Lizard haben wir ueberfahren. Aber Gott sei Dank nicht mir den Raedern, sondern mitten ueber ihn drueber, zwischen die Reifen. Im Rueckspiegel sahen wir noch sein verdutztes Gesicht, laut fauchend schaute er uns nach.
Am 80 Mile Beach angekommen, genossen wir zwei Tage die traumhafte Kulisse. Mit 80 Meilen ist es der zweitlaengste Strand auf dem wir in Australien waren. Das eindrucksvolle an ihm ist aber seine verblueffende Breite bei Ebbe. Ganze 1,5 Kilometer mussten wir dann bis zum Wasser gehen. Es gabt Tonnen von Muscheln in allen nur erdenklichen Variationen. Wir verbrachten Stunden mit dem Sammeln und Entdecken der verschiedenen Meeresbewohnern und unsere Muschelsammlung bringt es seitdem auf fast eine halbe Einkaufstuete voll. Wir sahen grosse Sea Cucumber, auch Seegurken genannt. Nur Gefahrensucher gehen hier ins Wasser. Im Meer wimmelt es von Haien und Seeschlangen. Letztere sind die giftigsten Meeresbewohner rund um Australien. Ein Biss ist meist toedlich.
Pilbara Region
Die Pilbara gehoert zu den kaum erschlossenen Regionen des Kontinents. Das ganze Terrain von der Great Sandy Desert bis hin zur Gibson Desert wird bei den Aussies nur kurz “Rugged County” gennant. Und so erschien es uns auch. Fahren, Fahren, Fahren und nichts als oede Landschaften, genau wie im Outback. Port Headland war definitv die haesslichste Stadt, in der wir in Aussieland je waren. Aber hier wollten wir auch nicht uebernachten. Wir zogen eine Restarea in den Bergen der Pilbaras vor. Hoch oben auf einem Bergplateau parkten wir unseren Fury und genossen den Sonnenuntergang und die schoene Aussicht auf die umliegenden Felsformationen. Am naechsten Morgen zog es uns schnell zum Karajini National Park, der auch Hammersley Range Gorges gennant wird. Das Klima wurde spuerbar kaelter und unsere sonnenverwoehnten Koerper fuehlten sich leicht unwohl.
Der Aufmerksame Leser wird wissen, was bei dem Wort “Gorge” jetzt kommen mag. Diesmal gab es aber nicht, wie an dem Katherine Gorges, ein Kanu mit dem wir durch die Schluchten fahren konnten. Nein, wir durften zu Fuss die lange Strecke durch den Dales Gorge wandern. Tiefe Felsschluchten, die sich in das Hochplateau der Range gegraben haben, fuehren das ganze Jahr ueber Wasser. Wir wurden auf dieser abenteuerlichen Reise, die uns durch Wasserfaelle, wie die Fortescue Falls, und durch fast ausgetrocknete Flussbetten fuehrte, aber durch besonders schoene Pools entlohnt. Hier konnten wir an jedem Ende der Schlucht prima Baden und unsere durch geschwitzten Koerper waren fuer den beschwerten Rueckweg bereit. Wir uebernachteten auf dem Camping Ground in National Park.
Cape Range National Park
Nach den obligatorischen “Rest Area Katzenwaeschen”, die meistens nur aus Zaehneputzen bestehen, ging es noch im Morgengrauen los auf die ueber 900 kilometerlange Strecke. Exmouth hiess das Ziel, das wir an diesem Tag schaffen wollten. Wir kamen kurz vor Einbruch der Dunkelheit in Exmouth an und uebernachteten auf einem ueberteuerten dreckigen Camping Ground. Am naechsten Morgen fuellten wir unsere Reserven auf und stellten fest, dass der Benzinpreis im Vergleich zur Ostkueste um ueber 80 % gestiegen ist.
Exmouth wurde 1967 als Stuetzpunkt der US-Navy gegruendet und noch heute stehen auf der Landzunge die ueber 388 Meter hohen Antennenmaste, mit denen Kontakt mit U-Booten im Indischen Ozean gehalten wird. Viel impulsanter jedoch, ist der an der Westseite liegende Cape Range National Park und das groesste Korallenriff Western Australias, das Ningaloo Reef.
Am Eingang zum Park kauften wir uns den Jahrespass der Nationalparks in Western Australia. Hiermit haben wir fuer ein Jahr Zugang in alle National Parks und muessen nicht jeweils die 9 Dollar Eintritt zahlen.
Von den zahlreichen Straenden konnten wir die Korallenriffe, die oft nur 20 Meter vom Strand entfernt lgen, beim Schnorcheln bewundern. Mit ueber 500 Fischarten und 220 Korallenarten wurde hier eine ausserordentliche Vielfalt geboten. Ein Paradies fuer Taucher und Schnorchler, das im Gegensatz zum Great Barrier Reef weitgehend unverbraucht und unberuehrt ist. Wir sahen riesige Schildkroeten und viele Fische. Turquoise Bay war eines unseren Hauptanlaufstellen fuer unsere Erkundungen der Unterwasserwelt. An der beruehmten Osprey Bay, die zudem zu den schoensten Buchten zaehlt, schlugen wir unser Lager fuer drei Naechte auf. Wir parkten Fury auf einem hohen Felsen und hatten eine Uebersicht ueber die Bucht, den Strand und das Meer. Die Campspots zaehlen zu den schoensten Moeglichkeiten einer Uebernachtung in Australien.
Wir sahen eine Menge Wildlife in dem Park. Emus und wilde Pferde waren ueberall um uns herum. Kakadus flogen neben Fury entlang und begleiteten uns oft auf unseren Expeditionen im National Park. Landschaftlicher Hoehepunkt war der Yardie Creek Canyon mit ueber 90 Metern Hoehe. Hier machten wir einen wunderschoenen Bushwalk und genossen die Aussicht auf die Kuestenlandschaft am North West Cape.
Nachts konnten wir die Schattenseiten der Tierwelt betrachten. Mit unseren Stirnlampen sahen wir die blauen Augen der zahlreichen Spinnen. Zuerst wussten wir nicht, was in den Bueschen reflektierte. Nach genaueren Untersuchungen war uns klar, dass es hunderte von Spinnen sind, deren Augen in der Dunkelheit blau reflektierten. Wir sahen die Spinnen auch in anderen Doerfern und Restareas auf unsere weiteren Reise.
Ein noch groesserer Nachteil einer Autofahrt in Western Australia waren die handflaechengrossen Heuschrecken. Diese prallten im Sekundentakt gegen die Windschutzscheibe und hinterliessen einen gelben Schleim. Dieser musste an den Tankstellen regelrecht abgekratzt werden. An unserem Kuehlergrill hingen hunderte von Fluegeln und Koerperresten, die in der Mittagssonne fuerchterlich stanken. Kleine Voegel versuchen zudem ihren Adrenalingehalt im Blut dadurch zu steigern, dass sie so nah wie nur moeglich an Fury vorbei flogen. Manche kamen regelrecht auf uns zugeflogen und schossen dann einen Meter vor uns nach links oder rechts. Einige dieser mutigen Winzlinge sind leider gegen unsere Stossstange geprallt und gestorben.
Genug mit diesen Horror-News. Wir machen weiter mit dem schoenen Oertchen Coral Bay. Wie der Name schon vermuten laesst, ging es auch hier um das Thema: Schnorcheln. Coral Bay hat sich in den letzten Jahren einen Namen gemacht. Das schoene Korallenriff beginnt auch hier sofort am Strand und zieht viele Besucher an. Die Caravan Parks sind teuer und die Tour-Angebote sind zahlreich. Die beruehmten Humpback Whales tummelten sich zu dieser Zeit an der Kueste. Eine Tour wollten wir nicht buchen und erhofften uns, diese tollen Geschoepfe etwas weiter im Sueden anzutreffen.
Shark Bay und Monkey Mia
Wir machten uns also weiter suedlich auf die Humpback Whale Suche. Vielmehr dachten wir den ganzen Tag an die Delphine, die uns in Monkey Mia begruessen wuerden. Zuerst mussten wir aber die Peron Halbinsel ueberwinden und zu einer Restarea kurz vor Denham fahren. Die Restarea lag sofort an einem Sandstrand, auf dem wir Fury parkten. So ganz legal war die Sache nicht, denn man musste eine Erlaubnis von der Gemeinde haben, um dort zu campen. Da wir aber nicht alleine dort standen, war es uns egal. Wie sich spaeter herausstellte, hatte keiner dieser Camper ein Permit fuer die Uebernachtung.
Frueh morgens fuhren wir nach Monkey Mia, dem „Dolphin Capital Western Australias“. Monkey Mia ist einer der wenigen Plaetze auf unserer Erde, der von freilebenden Delphinen regelmaessig besucht wird. 1964 wurden sie das erste mal angefuettert und seitdem kommen sie jeden Tag wieder. Dabei nimmt nicht jeder Delphin das Futter an. Es leben ueber 70 Delphine in der Bucht. Man sieht aber immer nur 8 taeglich. Mal kommen mehr, mal kommen weniger. Manche schauen nur sporadisch vorbei.
Kathleen wurde aufgefordert ins Wasser zu kommen, um einen dieser wilden Delphine zu fuettern. Das war ein riesen Spass, denn kaum als Kathy im Wasser war und den Fisch in die Richtung des Delphins hielt, wurden alle anderen Zeitgenossen unruhig und zappelten um Kathleen herum und beruehrten sie an den Beinen. Gefressen haben sie trotzdem. Wir machten viele Fotos und traeumten in der Nacht von den Eindruecken des Tages.
Der noerdliche Teil der Halbinsel wurde durch einen elektrischen Zaun abgetrennt. Es wurden alle eingefuehrten Tiere, wie die Wildkatzen, Fuechse, Ziegen und Kaninchen verbannt. So versuchen die Aussies den Bestand der heimischen Tiere zu erhoehen und das Aussterben mancher Tierarten zu verhindern. Das hatte zur Folge, dass dutzende von Lizards sich auf der Strasse tummelten. Wir fuhren extra langsam, denn wir lieben diese Tiere sehr. Das Projekt Eden, wie es genannt wird, ist ein voller Erfolg und soll auf andere Teile des Kontinents ausgedehnt werden.
Der Ferienort Denham ist der westlichste Ort Australiens und damit haben wir ein neues Etappenziel erreicht. Nach Wilson Prom im Sueden, Cape Byron im Osten und Darwin im Norden haben wir mit Denham alle aeusseren Punkte der vier Himmelrichtungen erreicht. Denham ist ein sehr schoener Ort. Wir fruehstueckten hier unsere geliebten australischen Curry Pies und machten uns auf zum Shell Beach.
Die ganze Landzunge gehoert zur UNESCO World Heritage Area und erst hier wurde uns die Aussergewoehnlichkeit der Landschaft klar. Shell Beach ist ein mit meterhohen Muscheln gebildeter Strand. Wir gingen den kilometerlangen Strand entlang und das Wasser war so klar, wir konnten meterweit auf den Grund schauen. 100 Meter koennte man dort ins Wasser gehen und es wuerden hoechstens die Knie nass. Auch hier wird nicht empfohlen zu Schwimmen, denn die groesste Population von Tigerhaien befindet sich in der Shark Bay. An manchen Stellen sind die Muscheln bis zu 10 Meter tief. Diese wurden frueher zu Bloecken gepresst und als Baumaterial fuer Haeuser genutzt.
Naturwissenschaftlich interessanter waren auf unserer Rueckreise die Stromatoliten des Hamelin Pools. Es handelt sich bei diesem Gestein um die aeltesten lebenden Wesen auf unserem Planeten. Schaetzungsweise entstanden sie vor 3,5 Millionen Jahren aus Bakterien, die wie wild Sauerstoff produzierten und so die salzhaltigen Steinbloecke im Wasser formten. Wir konnten den Sauerstoff sprudeln sehen, denn viele der Stromatoliten sind noch aktiv. Es ist der einige Platz auf der Erde, wo die lebenden Steine in dieser Vielzahl zu sehen sind. Und…..Kathy und Guido waren da!
Kalbarri National Park
Wieder ein National Park und diesmal ein sehr impulsanter. In der Stadt Kalbarri angekommen, beschlossen wir noch eine Nacht ohne Camping Ground durchzuhalten und den Tag voll auszunutzen. Wir hielten fuer 2 Stunden am Jakes Corner an. Das ist einer der eindruckvollsten Surfspots der Welt. Wir standen auf einem Felsplateau auf der Hoehe des Meerespiegels und ca. 20 Meter vor uns brachen die Wellen des Indischen Ozean. Es gingen nur die besten und mutigsten Surfer rein. Das Spektakel war unbeschreiblich. Die harten Jungs surften 15 Meter rechts neben uns vorbei und die ueber 3 Meter hohen Wellen trugen sie hundert Meter hinter uns in die Bucht rein. Zu unserem Glueck sahen wir einen Humpback Whale in den Wellen. Einige der Surfer glitten ueber einen Schwarm von Delphinen. Es waren ueber 10 Stueck. Sie genossen die Brandung und spielten in den Wellen. Australischer Kitsch pur, dachten wir uns und waren dabei so aufgeregt und gespannt auf die naechsten Wellenbrecher, wie Kleinkinder die auf den Nikolaus warten. Wir verfolgten die Delphine, den Wal und die Surfer zugleich. Jakes Point ist ein absolutes Muss fuer jeden Western Australia Reisenden.
Suedlich von Kalbarri beginnen die Coastal Gorges, tiefe Schluchten, die sich in den Fels gefressen haben. Man hat von fast einem dutzend Aussichtspunkten die Moeglichkeit auf die rauhe Kueste zu schauen. Vom Red Bluff Scenic View Point erblickten wir die gesamte Bucht. Das unfassbare an diesem Tag erlebten wir aber an dem Aussichtpunkt der Natural Bridge. Die Kuestenlandschaft gleicht in etwa der Great Ocean Road in Victoria und ihr koennt euch vorstellen, was fuer ein Erlebnis es ist, wenn man von einem 50 Meter hohen Aussichtpunkt unten im Meer einen Humpback Whale mit seinem kleinen Kind sieht. Ein Tier von einigen Metern Laenge samt Baby tummelte sich sofort unter uns in der Bucht. Wir genossen die Aussicht ueber eine halbe Stunde und verfolgten die Meeresbewohner genau.
Die letzten beiden Tage waren gefuellt mit den aussergewoehnlichsten Erfahrungen. Sie bleiben uns fuer immer in Erinnerung. Es hat sich wirklich gelohnt!
Abends uebernachteten wir auf einer Restarea am Strand und am naechsten Morgen ging es nach Geraldton. Wir uebernachteten auf dem wohl runtergekommensten BIG4 Caravan Park im ganzen Aussieland. Guido hat sein Geburtstaggeschenk schon bekommen. Eine Playstation Portable. Drei Spiele gab es noch dazu. Das Geraet laeuft heiss. Guido kommt leider nicht zum Spielen, da Kathleen tief in den Tennisport eingestiegen ist und permanent versucht, in der Weltrangliste in die Top Ten zu kommen. Dass dies nicht ohne weiteres gelingt, hoert man an den lauten Schreien, die aus unserem Van schallen. “Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!“ Kathleen, du wirst es schon schaffen.
Wie geht es Fury? Bescheiden! In Geraldton hatten wir wieder die Probleme mit unserem linken Vorderrad. Wir verlieren andauernd die Unterlegscheiben an der Radaufhaengung. Ein Bolzen muesste erneuert werden, da man die Schraube nicht mehr fest anziehen kann. Das hat zu Folge, dass unser Rad sich oft lockert und wir wieder in die Garage muessen um die Spur einstellen zu lassen. Die Reparatur ist uns zu teuer und wir muessen wohl mit diesem Problem leben. Wir hoffen, wir koennen unsere Reise so fortsetzen.
The Wildflower Way
Vom Karajini National Park bis nach Perth sahen wir die Wildflowers. Diese Blumen bluehen nur im Fruehling. Ganze Wiesen sind in verschiedene Farben geschmueckt. Die Australier machen daraus eine ganz grosse Sache. Einige reisen extra wegen diesem Spektakel aus Victoria oder New South Wales an. Viele standen am Strassenrand mit ihren Kameras und schossen Fotos. Wir haben dafuer nur ein muedes Laecheln uebrig. Kathy ist der Meinung, dass die Wiesen in Mecklenburg viel schoener bluehen als das Unkraut hier. Es war eher ein Running Gag auf unsere Fahrt nach Sueden, als eine tolle Erfahrung. Na ja, evtl. sind wir als Europaeer etwas verwoehnt. Man muss bedenken, dass normalerweise auf dieser Strecke kaum Farben zu sehen sind. Lassen wir den lieben Australiern den Spass und promoten die Wildflower als “ganz nett” und “schoen anzuschauen”. ;-)
Perth
Wir sind gut in Perth angekommen und wir fanden einen schoenen Camping Ground im Norden der Stadt. Es gibt einen sehr grossen Ententeich auf dem auch zwei schwarze Schwaene leben. Die Enten drehen leider komplett durch. Man kann nicht fruehstuecken, ohne dass die Viecher uns unterm Tisch herlaufen und ihre Laute von sich geben. Die ganze Nacht schreien sie rum und auch morgens lassen sie uns nicht in Ruhe. Guido ging heute schon auf Entenjagd. Leider erfolglos.
Perth ist mit 1,5 Millionen Einwohner eine richtige Grosstadt und das bekamen wir auch gestern schnell zu spuehren. Wir parkten Fury in der Stadt auf einem grossen Parkplatz fuer den wir noch 9 Dollar Parkgebuehr zahlen mussten. Nach unseren Rueckkehr entdeckten wir, dass eine Bande in unser zu Hause einbrechen wollte. Die Banditen sprengten mit einem Spezialwerkzeug unser Schloss der Schiebetuer. Dabei beschaedigten sie nicht nur das Schloss, sondern zogen es halb aus der Karosserie raus. Gott sei dank, sind sie nicht in den Van gekommen.
Wir sind froh, die knapp 4000 Kilometer der Westkueste gesund ueberstanden zu haben und sagen deshalb: “Wir halten und nicht mehr mit Kleinigkeiten auf, nur so haben wir einen klaren Blick auf die wichtigen Dinge im Leben!”
Links gibt es die passenden Bilder zu diesem Trip!
Greetings from Perth – Western Australia...
...schreien euch die Rucksack-Reisenden Kathy und Guido entgegen, die nach der Wahl-Entscheidung nie mehr nach Deutschland zurueck kommen moechten. ;-)
PS: Guido hat morgen Geburtstag! Beste Wuensche koennen fuer 15 Cent die Minute aus dem Deutschen Telekom Festnetz unter 01071 0061 437371829 abgegeben werden.
PSS: Liebe Mutter Hannelie,
Guido hat einen kleinen Geburtstagswunsch. Wie immer dreht es sich um Vinyl LPs, die es hoffentlich beim Saturn gibt:
1. Death Cab for Cutie – Plans
2. Black Rebel Motorcylce Club – Howl
3. Franz Ferdinand – You could have it so much better
4. The White Stripes - Get behind me
5. Turin Brakes – JackInABox
und bitte mal fragen, ob diese Scheibe auch auf Vinyl rausgekommen ist: "Sufjan Stevens – Illinois"
Guido dankt im Voraus und bestellt viele Liebe Gruesse an Mutti, Vater und Oma!


5 Comments:
Hallo,
das kann man ja alles gar nicht verarbeiten. Ihr habt ja wieder soviel gesehen und erlebt.
Hier das bisherige politische Ergebnis:
SPD 34,3%
Union 35,2%
Grüne 8,1%
FDP 9,8%
Linke 8,7%
Sonst.3,9%
Man kann sagen, es ist ein Desaster.
Bleibt einfach in Australien und Euch kann nicht passieren.
Sehr interessiert mich das EDEN PROJECT. In Cornwall, England gibt es ein ähnliches Projekt, welches ich mit Rafael besucht habe. Man stellte die Fauna und Flora der verschiedenen Kontinente unter einem Dach nach. Man muß sich das wie ein großes Treibhaus vorstellen.
Delphine haben wir auch schon in Portugal gesehen, beim surfen. Es sind lustige Gesellen.
So jetzt gucke ich mir die Fotos an.
Guido, Franz Ferdinand ist eine gute Wahl. Ich gehe mit Rafael im November auf das Konzert in Düsseldorf. Wird bestimmt super.
Komm gut in Deinen Geburtstag. Wir trinken auf Dich.
The Fan Jenny
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Anonym, at 10:11 AM
Happy Birthday to you, happy birthday to you, happy birthday dear Guido, happy birthday to you!!!! ;o))
Ich wünsche Dir alles liebe, viel Gesundheit, Glück und viele neue Abenteuer auf Eurer Reise around the world!
Feiert schön und passt auf Euch auf!
Viele liebe Grüße aus Stralsund!
Tinchen
PS: Die Fotos sind fantastisch.
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Anonym, at 12:44 PM
Hallo Guido,
alles gute zum Geburtstag! Wünsche dir vor allem Gesundheit,weiterhin viel Spaß auf der Reise und mehr Glück mit dem Auto.
Lieben Gruß
Claus
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Anonym, at 3:13 PM
Alles Liebe und gute zum Geburtstag wünschen dir Guido, Jeannette & Aldo
Eure Bilder sind mal wieder sehr sehr schön. Es macht immer wieder Spaß sie anzuschauen :-))
Ich hoffe Kathy, das meine E-Mail bei dir angekommen ist. Freue mich auf eine Antwort von dir.
Bis dahin alles gute für euch 2, auf eurer weiteren Tour.
Bis zum nächsten Mal sagen
Jeannette & Aldo
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Anonym, at 9:38 PM
hApPY bIRthdAY- alles, alles Liebe zum Geburtstag, Guido! Ich wünsche Dir alles Gute und daß Du immer das richtige Timing hast (c:
Dicken, dicken Kuss- Stephanie
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Anonym, at 9:44 PM
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